25 Kilo weniger - aber das wahre Gewicht war ein anderes

25 Kilo weniger – aber das wahre Gewicht war ein anderes

Ich werde dir gleich etwas sagen, das die meisten Artikel über Abnehmen nie sagen:

Die 25 Kilo, die ich verloren habe, waren nicht das Wichtigste. Nicht einmal ansatzweise.

Was ich wirklich losgelassen habe, hatte kein Gewicht auf der Waage. Es hatte kein Kleid, das plötzlich passte. Es hatte keine Vorher-Nachher-Fotos, die ich dir zeigen könnte. Es war etwas, das tief in mir saß – und das ich so lange mit mir getragen hatte, dass ich garnicht mehr wusste, wie es sich anfühlt, ohne es zu leben.

Schuld. Schmerz. Zweifel. Scham.

Das war das wahre Gewicht. Und darum geht es in diesem Artikel.

Bevor wir anfangen: Was dieser Artikel NICHT ist

Dieser Artikel ist kein Diät-Ratgeber. Er enthält keine Tipps zur Ernährung, kein Kalorienrechnen, keine Abnehm-Challenge. Wenn du das suchst, wirst du hier nicht fündig werden – und das ist auch gut so.

Was dieser Artikel ist: Eine ehrliche Geschichte darüber, was passiert, wenn eine Frau aufhört, gegen ihren Körper zu kämpfen – und anfängt, sich selbst zu verstehen. Darüber, wie äußere Veränderung manchmal ein Spiegel innerer Heilung ist. Und darüber, was wirklich dahintersteckt, wenn wir uns in unserem Körper nicht zu Hause fühlen.

Wenn du gerade in einem schwierigen Verhältnis zu deinem Körper bist: Ich sehe dich. Ich kenne das. Und ich bin froh, dass du hier bist.

Der Ausgangspunkt: Eine Frau, die sich selbst nicht kannte

Nach meiner Trennung war ich nicht nur allein. Ich war verloren. Mit einer kleinen Tochter, ohne Geld, ohne Plan – und mit einem Selbstbild, das durch eine toxische Beziehung gründlich erschüttert worden war.

Ich hatte aufgehört zu wissen, wer ich bin. Was ich mag. Was ich brauche. Was ich wert bin.

Und ich hatte aufgehört, meinen Körper als etwas zu sehen, das zu mir gehört. Er war einfach da. Er funktionierte. Er trug mich durch die Tage. Aber ich lebte nicht wirklich in ihm – ich versteckte mich hinter ihm. Hinter Erschöpfung. Hinter Funktionieren. Hinter dem Gefühl, dass ich mich um mich selbst kümmern kann, wenn erstmal alles andere geregelt ist.

Erstmal alles andere. Diesen Satz kennen so viele Frauen. Und er lügt uns alle an.

Der Wendepunkt: Als ich aufhörte, meinen Körper zu bestrafen

Durch meine Stiefmutter lernte ich in dieser Zeit Network Marketing kennen. Ich wollte eigentlich nur finanzielle Unabhängigkeit – etwas, das mir gehört, das ich selbst aufgebaut habe. Aber ich fand etwas ganz anderes: Persönlichkeitsentwicklung. Und damit die ersten Fragen, die mich wirklich aufgerüttelt haben.

Wer bist du, wenn du nicht für jemand anderen funktionierst?

Was trägst du in dir, das du schon lange loswerden möchtest?

Ich erinnere mich an den Moment, in dem ich zum ersten Mal wirklich ehrlich auf diese Fragen geantwortet habe. Es war kein großer dramatischer Moment. Ich saß alleine, meine Tochter schlief – und ich schrieb. Einfach drauf los. Was ich fühlte. Was mich schmerzte. Was ich mir selbst seit Jahren nicht gesagt hatte.

In diesem Moment begann die eigentliche Veränderung. Nicht auf der Waage. In mir.

Das wahre Gewicht: Was ich wirklich losgelassen habe

Die 25 Kilo kamen. Aber sie kamen als Begleiterscheinung – nicht als Ziel. Und das ist ein Unterschied, der alles verändert.

Was ich wirklich losgelassen habe, waren diese Dinge:

  • Die Schuld. Dass meine Ehe gescheitert ist. Dass ich nicht frühzeitig gegangen bin. Dass ich Fehler gemacht habe. Ich habe aufgehört, mich selbst dafür zu bestrafen – auch körperlich. Denn Selbstbestrafung zeigt sich nicht nur in Gedanken. Sie zeigt sich auch darin, wie wir essen, schlafen und bewegen. Oder eben nicht.
  • Den Schmerz. Den Verlust meines Bruders und meines Onkels. Die zerbrochene Beziehung. Das Gefühl, nicht gut genug gewesen zu sein. Ich habe angefangen zu trauern – richtig zu trauern – statt den Schmerz wegzufunktionieren.
  • Den Zweifel. Dass ich es nicht schaffe. Dass ich nicht stark genug bin. Dass ich alleine mit Kind nicht bestehen kann. Ich habe Schritt für Schritt gelernt, mir selbst zu vertrauen – nicht weil ich plötzlich keine Zweifel mehr hatte, sondern weil ich trotzdem weitergegangen bin.
  • Die Scham. Scham über meinen Körper. Scham über meine Vergangenheit. Scham darüber, gescheitert zu sein. Die Scham war vielleicht das Schwerste. Und gleichzeitig das Befreiendste, was ich je losgelassen habe.

Wenn ich heute auf Fotos von damals schaue, sehe ich nicht eine Frau, die zu viel wog. Ich sehe eine Frau, die zu viel trug. Und die noch nicht wusste, dass sie das ablegen darf.

Was das alles mit deinem Körperbild zu tun hat

Ich erzähle dir das nicht, damit du dich schlank hungerst oder eine Persönlichkeitsentwicklungs-Challenge startest. Ich erzähle es dir, weil ich glaube, dass viele Frauen ihren Körper als Feind behandeln – und dabei vergessen, dass er eigentlich ihr treuester Verbündeter ist.

Dein Körper trägt dich. Jeden Tag. Durch Erschöpfung, durch Schmerz, durch Chaos, durch Wachstum. Er erinnert dich daran, wenn du zu wenig schläfst, zu wenig trinkst, zu wenig atmest. Er zeigt dir, wann es zu viel wird – lange bevor dein Kopf bereit ist, das zuzugeben.

Und er speichert alles. Freude genauso wie Schmerz. Momente der Nähe genauso wie Momente der Verletzung. Das ist keine Schwäche – das ist die Sprache deines Körpers. Und sie ist es wert, gehört zu werden.

3 Fragen, die mein Verhältnis zu meinem Körper verändert haben

Ich möchte dir keine To-Do-Liste geben. Aber diese drei Fragen haben bei mir etwas bewegt – vielleicht tun sie das auch bei dir:

  1. Was trage ich gerade in meinem Körper, das eigentlich kein körperliches Gewicht ist?

Schmerz, Wut, Trauer, Erschöpfung – all das setzt sich im Körper fest. Was ist es bei dir gerade? Was hätte den Raum verdient, gefühlt und losgelassen zu werden?

  1. Wie würde ich meinen Körper behandeln, wenn er ein guter Freund wäre?

Würden wir einem Freund sagen, was wir uns selbst täglich sagen? Würden wir ihn kritisieren, ignorieren, bestrafen? Oder würden wir ihn fragen: Wie geht es dir? Was brauchst du heute?

  1. Was muss ich loslassen, damit ich mich wieder zu Hause in mir fühlen kann?

Nicht was du ändern musst. Was du loslassen darfst. Das ist oft der größere Schritt – und der schwerere.

Was ich dir mitgeben möchte

Du musst keine 25 Kilo abnehmen, um dich in deinem Körper wohlzufühlen. Du musst keine große Veränderung durchleben. Du musst nicht einmal wissen, wo du anfangen sollst.

Du darfst einfach anfangen, deinem Körper zuzuhören. Ihn zu fragen, was er braucht. Ihn ein bißchen freundlicher anzuschauen – auch wenn das heute noch schwer fällt.

Ich habe nicht mit Disziplin angefangen. Ich habe mit Ehrlichkeit angefangen. Mit einem leeren Blatt Papier und der Frage: Wer bin ich wirklich – unter all dem, was ich trage?

Die Antwort hat mich verändert. Nicht weil sie perfekt war. Sondern weil sie endlich wahr war.

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Die drei Fragen aus diesem Artikel können der Anfang von etwas Wichtigem sein. Aber manchmal brauchen wir mehr als eine Frage – wir brauchen einen begleiteten Raum, in dem wir ehrlich sein dürfen.

In meinem 7-Tage-Journaling-Starter-Kit begleite ich dich jeden Morgen mit einer Affirmation, gezielten Fragen und einem Dankbarkeitsmoment – damit du dich Schritt für Schritt wieder näher kommst. Ohne Druck. Ohne Perfektion.

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Ich bin dankbar, dass du diese Geschichte mit mir geteilt hast. Schreib mir, wenn dich etwas davon berührt hat. Wirklich.

Alles Liebe,

Jasmin

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